Eine Flasche Vodka für 3 000 Franken gefällig? Wir erforschen den Club der "Abenteurer und Entdecker".
Wir übergeben Stefan P. das Wort.
Wer ein echter Rapper ist, braucht dafür keine Goldketten, Baggies oder einen geleasten Sportwagen. Der Gott des Raps trägt Cordhose.
In der postmaterialistischen Gesellschaft taugen Reichtum, schnelle Autos und goldene Uhren nicht mehr als Symbole für den eigenen Status. Stattdessen wird ein Status selbst zum Symbol: der Facebook-Status.
Prof. Kruse ist Honorarprofessor für Allgemeine und Organisationspsychologie an der Universität Bremen und gilt im Autoland Deutschland als «Querdenker Nummer 1».
Eine Flasche Vodka für 3 000 Franken gefällig? Der Club der «Abenteurer und Entdecker»...
Der fette Wagen hat als Statussymbol ausgedient. An seine Stelle treten gesunder Lebensstil, schicke Kleider, elektronische Gadgets – und das Velo.
Wer glaubt, Verschwendung sei ein Phänomen der Wohlstandsgesellschaft, hätte vor 100 Jahren im kanadischen Urwald vorbeischauen sollen.
Von wegen exklusiv! Wer bereit ist, in Zürcher Restaurants für eine Tischreservation Gebühren zu bezahlen, ist nicht cool, sondern möchtegernurban.
Bisher verband man mit Statussymbolen in erster Linie materiellen Besitz.
Wer einen Dacia fährt, will nur von A nach B kommen. Deshalb ist die Billigmarke zum Statussymbol geworden.
Wirtschaftliche Ungleichheit fördert das Statusdenken und macht uns krank. Das zeigen Richard Wilkinson und Kate Pickett in «Gleichheit ist Glück».
Logik spielt beim Autokauf eine untergeordnete Rolle. Rationale Argumente werden häufig zu Gunsten eines kurzfristigen Glücksgefühls verdrängt.
In seinem Erfolgsroman «Christine» zeigte Autor Stephen King schon vor über 25 Jahren, dass allzu fette Autos Horror sind.
Urs Kaegi beobachtet in seiner Tätigkeit, dass protzige Autos zwar über die Unsicherheiten ihrer Fahrer hinwegtäuschen, auf der Straße aber auch gefährlich werden können.
Wir plaudern mit Vera Dillier über Status-Symptome.